Die Mitglieder des Forminevereins können das Areal des Casa Rossa und den Kummerkasten für Seminare, Gruppen, ihre Familie oder Freunde nutzen.
Jedes Mitglied hat ein eigenes Zimmer, das individuell gestaltet und gepflegt wird. Wenn man selbst vor Ort ist, hat man immer das Recht, sein eigenes Zimmer zu bewohnen. Zu den anderen Zeiten können die Seminare und Gruppen über diese Räume verfügen.
Zweimal im Jahr gibt es eine Mitgliederversammlung
bzw. Jahreshauptversammlung, zu Ostern in Formine - oft verbunden mit dringenden Arbeitseinsätzen - und eine zweite Sitzung im November für den Jahresüberblick und die Planung für das Folgejahr.
Durch die Zuordnung der Zimmer ist die Zahl der Mitglieder begrenzt. Erst wenn jemand den Verein verläßt, kann es eine Neuaufnahme geben.
Der Zusammenhang bei den Aufenthalten wirkt nahezu familiär, auch deshalb, weil die neueren Mitgliederund deren Freunde bereits als Kinder mit →
Formine aufgewachsen sind.
Ein Generationswechsel ist jetzt spürbar. Jugendmitgliedschaften, die es mit nur einem geringen Vereinsbeitrag den "Forminekindern" ermöglichen, für die Dauer von drei Jahren das Areal genauso wie ein normales Mitglied zu nutzen, sich also mit Gruppen und Freunden in Formine anzumelden (auch mitzuarbeiten bei den Bauvorhaben), haben dafür die Basis gelegt.
Im Laufe der Jahre haben sich einige der älteren Mitglieder, deren Lebens- und Arbeitssituation ihnen nicht mehr die Zeit für lange Aufenthalte in Formine ließen, von dem Projekt getrennt. Auch Abschiede aus Überdruss oder persönlichen Abneigungen gab es. Oder auch Sehnsucht nach mehr Privatheit in der wenigen Freizeit, die man sonst so hat.
Das Projekt, zu verstehen aus der Tradition der
westdeutschen Linken nach dem Ende der politischen Zirkel, hat immer auf die Lebensweise geschaut, auf Gemeinsamkeit und Miteinander statt kleinbürgerlicher Eigendrehung. Dies ist nie richtig geglückt und dennoch prägend.
Es gibt etwas, das bis heute ausstrahlt und attraktiv ist. Gelassenheit hat sich eingestellt, aus der man manchmal durch den Zwang zu irgendeiner Anstrengung aufgeschreckt wird.
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Ein Motor des Projektes war von Anfang an der Hochschullehrer Bodo Voigt, der, wenn auch mit einigen Unterbrechungen, immer noch der Vorstandsvorsitzende und für viele der informelle Bürgermeister von Formine ist. Er war zu Beginn der Gesprächspartner und Verhandlungspartner vor Ort und löste mit der Hilfe des Rechtsanwaltes Gino Jelmoni, der dem Verein mit den Eigentümern und →
mit der italienischen Verwaltung über die Hürden half, so manches Problem.
Gino Jelmoni und auch Barbara Brocca aus Cannobio sei hier ein besonderer Dank ausgesprochen.
In der wilden Anfangsphase viel gerissen haben Uwe Jens Burchard und Rena Czanetta, denen der Verein vieles zu verdanken hat. Jetzt betreiben sie ein Weingut in Vignale. Die Beziehungen sind nach wie vor sehr freundschaftlich.